Ausbildung

Kursausschreibung 2018/2020

 

Der Grundkurs ist die Basis der gestaltpädagogischen Arbeit. Er ist mit 37 Tagen – 7 Kursmodulen im Verlauf von etwa 2-3 Jahren – eine sehr intensive Form der Fortbildung. Die Teilnehmenden erwerben eine Grundqualifikation zur Gestaltpädagogin / zum Gestaltpädagogen unter der Anleitung von ausgebildeten Gestalttrainerinnen und -trainern. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer machen mit Hilfe von kreativen Methoden und der Gruppe persönlich bedeutsame oder gar heilende Erfahrungen.

Lassen wir eine ehemalige Kursteilnehmerin sprechen:

„Werde, die du bist“ – ein herrlicher Weg!
Wenn ich gewusst hätte, dass ich mich nach den drei Jahren Ausbildung zur Gestaltpädagogin derart bereichert und in der Seele „verjüngt“ fühlen würde, hätte ich mich schon viel eher für diesen Kurs mit … entschlossen. Eine wunderbare Begegnung mit mir selbst, mit Anteilen, von denen ich vorher nur geahnt habe, dass sie zu mir gehören, wurde mir eröffnet, begleitet von beeindruckend einfühlsamen und zuhörfähigen MitteilnehmerInnen, mit denen mich bis heute ein herzlicher Kontakt verbindet. Im Privaten und besonders im Beruflichen ist unübersehbar ein neues Gefühl der Gelassenheit und Freude im Kontakt mit Menschen in den Vordergrund gerückt.

Die eigene Person durch ein gestärktes Selbstwertgefühl neu zu erfahren und bewusster wahrzunehmen ist möglich geworden, da sich der Umgang mit meinen eigenen Grenzen verändert hat. Lange hatten sie (Schutz-) Mauern um mich entstehen lassen, die sich jedoch mit jedem „Modul“ mehr und mehr lockerten und an Bedrohung verloren. Sie gehören zu mir, sind ein Teil meiner subjektiven Wirklichkeit, aber nun nicht mehr ein unverständlicher, diffuser und somit beängstigender „Nebel“, sondern ein – zumeist – akzeptierter Teil meiner Selbst, meiner sich nun „runder“ anfühlenden Geschichte. Ich habe in sehr herzlichem Kontakt mit meiner geduldigen und aufnahmebereiten Gruppe lernen dürfen, mich von alten Wahrheiten und Wahrnehmungsmustern zu lösen und eine Ganzheitlichkeit in den Vordergrund zu stellen. Frieden schließen mit meiner Vielfalt – eine dankbare Aussicht und eine immense Bereicherung für meine Person und damit auch mein soziales Umfeld.

In der Auseinandersetzung mit Albert Höfer, dem Gründer des Gestaltinstituts IGCH, hat mich der Absatz in einem Interview mit ihm tief berührt, in dem im Rahmen seiner Erblindung von Versöhnung gesprochen wird. „Du wärest das eine nicht, wenn du nicht auch das andere wärest.“ Zu dieser Erkenntnis zu gelangen ist ein wunderbares und lebenswertes Ziel, und sicherlich der Grundstock einer kraftspendenden Bewusstheit. Die Prägung durch diese drei Jahre ist nachhaltig und – unwiderruflich! „Lasse mich zu meiner Quelle gelangen, sie mit Leben füllen und werden, die ich bin“ ist mein Leitsatz am Ende der drei Jahre!!