Wiedersehen mit Heidi und Tom Sawyer – eine Begegnung mit den Gestalten der Kindheit

Ein Seminar unter der Leitung von Janina Stenzel und Klaus Martin Fischer

Erwartungsvoll trafen wir Teilnehmerinnen uns am 15.10. in Ilanz mit den Referenten zum Nachtessen. Im Anschluss startete schon das volle Programm. Mit verschiedenen Spielen, anhand von am Boden ausgelegten Bildern und passender Musik näherten wir uns dem Thema. In einer Meditation – auf Wolldecken am Boden liegend – wurden wir in unsere innere Bibliothek mit den Büchern und Geschichten unserer Kindheit geführt. Wir wurden angeleitet, die Bücher, die für uns besonders bedeutsam waren, aus dem Gestell zu holen und uns in sie zu vertiefen. In der Folge tauschten wir uns zu zweit über unsere Erinnerungen und die inneren Gestalten, die für unser Leben wichtig wurden, aus.

Am folgenden Tag stand das Malen eines Bildes im Zentrum. Die Aufgabe, unsere inneren Gestalten in eine Landschaft zu setzen, wurde unterschiedlich ausgeführt. Im Austausch über die entstandenen Bilder in Dreiergruppen, begleitet von einer Leitungsperson, entstanden durch gezieltes Nachfragen teils neue und überraschende, teils auch bekannte persönliche Einsichten.

Als Abschluss dieser Entwicklung schrieben wir einen Brief an unsere wichtigste innere Gestalt. Auch darüber tauschten wir uns in Zweiergruppen aus. Morgenlob und Bewegung gehörten ebenso zum Programm wie die zwischen den Einheiten eingestreuten Tänze.

In einem sehr gut vorbereiteten interessanten Referat stellte Janina eine Vielzahl von Kinderbüchern vor, sortiert nach Entwicklungsbereichen, in denen diese bedeutsam sein können.

Eine stimmungsvolle Feier mit Lichtern bildete den Abschluss dieser intensiven Tage.

Ein ganz herzlicher Dank gebührt euch beiden, Janina und Klaus Martin. Ihr habt es uns ermöglicht, wieder einmal voll in „Gestalt“ einzutauchen und von den Erfahrungen und Begegnungen bereichert nach Hause zu gehen.

Wir freuen uns, dass ihr beiden den kommenden Grundkurs leiten werdet und sind überzeigt, dass dies in einer guten Art geschehen wird.

15.Nov.2021                                                              Rosemarie Bruggmann

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Erntedank

…so lautete das Thema unseres Nachmittagsprogramms, das vom Vorstand vorbereitet wurde.

Obwohl die Mitte mit Früchten der Erde gestaltet war, ging es um Erntedank in unserem Leben. Mit Tänzen, Texten, Meditation und Malen eines eigenen Bildes blickten wir auf unsere Lebensgeschichte und entdeckten darin viele grosse und kleine Freuden;auch die Bewältigung von schweren Erlebnissen zählt dazu. Der Austausch in Kleingruppen war wie immer bereichernd. Die Arbeit wurde von Cécile achtsam beobachtet und begleitet, bereit zum Eingreifen, falls eine unerwartete Situation eingetroffen wäre.

Unsere Bilder wurden in einer Dankfeier zur Mitte gelegt.

Erfüllt und bewegt durften wir uns voneinander verabschieden.

Rosemarie Bruggmann

Die Zeit der Ernte

Die Zeit ist reif.
Nun muß sich zeigen,
was ich bewirkte,
was ich versäumte.

Die Zeit ist reif.
Nun will ich ernten:
die Früchte meiner Mühen,
meiner Ausdauer und Geduld.

Die Zeit ist reif.
Nun ich will trennen:
die gute Früchte
von den schlechten.

Die Zeit ist reif.
Nun will ich kosten:
Was schmeckt süß?
Was schmeckt bitter?

Die Zeit ist reif.
Die Ernte ist eingefahren.
Nun kommt der Winter.
Doch der Winter ist nicht das Ende.

© Gisela Baltes

Herbstwünsche

Teile mit mir
die Ernte deines Lebens:
Erinnerungen, Erfahrungen, Erkenntnisse,
Früchte vom Baum deines Lebens.

Erzähle mir
Geschichten aus deinem Leben:
Komödien, Satiren, Tragödien,
Kapitel aus dem Buch deines Lebens.

Markiere für mich
die Wege deines Lebens:
gerade Straßen, Serpentinen, Umwege,
Spuren auf der Karte deines Lebens.

Blättere mit mir
im Kalender deines Lebens:
Lehrjahre, Feiertage, Glücksmomente,
all die wechselvollen Zeiten
deines reichen Lebens.

September

Hab Dank
für dieses späten Sommers
Wärme.

Dank
für die Kraft,
die in mir wächst,
auf Herbst und Winter
mutig zuzugehn.

Dank
für die Spur von Glück,
die immer wieder
meinen Weg kreuzt,

mich innehalten
und Erfüllung
ahnen läßt.

© Gisela Baltes



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