Osterbrief 2020

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Du
hast mir Raum geschaffen
als mir angst war
hast mich angestiftet
Ängste anzuschauen
und anzunehmen
damit sie
verwandelt
werden können
zur Kraft des Vertrauens
und des Mitgefühls

Nach Psalm 4,2    Pierre Stutz

 

 

Zürich, Ende März 2020

Gestaltfreundinnen und -freunde

Schon seit einiger Zeit hatte ich vor, euch zu schreiben. Ich ging sozusagen längere Zeit mit diesem Brief schwanger. Nun ist daraus sogar ein Osterbrief geworden.

Wir stecken inmitten einer der grössten Krisen der letzten hundert Jahre. Wir verfolgen mit Sorge die Entwicklung der Ausbreitung des Coronavirus. Unsere verordnete Isolation, genannt Social Distancing, verlangt uns einen langen Atem ab, da wir nicht wissen, wie lange wir in dieser Situation ausharren müssen. Wir leben gezwungenermassen in räumlicher Distanz zu unseren Freunden, Bekannten, ja den eigenen Familien. Und doch geht es uns gut, solange wir gesund bleiben, wie der Vergleich mit unserem Nachbarland Italien zeigt. Dass wir Angst haben, ist angesichts dieser dieser Bedrohung verständlich. Die Angst kann uns lehren, uns zu schützen und die vorgeschriebenen Sicherheitsmassnahmen einzuhalten. Wo wir aber keinen Einfluss haben, bleibt uns nichts anderes übrig, als loszulassen. “Alle Sorgen werfet auf ihn, denn er sorgt für euch!”, heisst es im ersten Petrusbrief. Dieser Gedanke begleitet mich schon lange in Zeiten der Angst und Unsicherheit. Jesus sagt seinen Freunden in den Abschiedsreden – und damit auch uns -: “In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden”. Er sagt dies, nachdem er von seinem bevorstehenden Leiden und Tod gesprochen hat. Wir haben Angst vor Leiden und Tod, doch der Tod hat nicht das letzte Wort. Jesus ist auferstanden. Das feiern wir an Ostern, auch in diesem Jahr, auch wenn es keine öffentlichen kirchlichen Feiern geben wird. Der Glaube an die Auferstehung Jesu und damit auch an unsere eigene, kann mir Hoffnung geben, auch wenn alles hoffnungslos scheint.
Wir alle haben in unserem Leben schon grössere und kleinere Krisen erlebt. Die Erfahrung, die Schwierigkeiten gemeistert und das Schwere überstanden zu haben, verleiht uns ein Gefühl der Stärke. Nach überstandener Krise ist die Lebensfreude umso intensiver.

Das deutsche Zukunftsinstitut schreibt:

Matthias Horx lädt uns zu folgender Vision ein, die ich für uns angepasst habe:
Stell dir vor, es ist Ende September 2020. Die Coronakrise ist vorüber. Auf den Strassen pulsiert wieder das Leben. Menschen sitzen in den Strassencafés fröhlich beisammen.
Wie fühlst du dich?
Hat sich in deinem Leben etwas verändert?
Vielleicht in deiner Einstellung zum Leben?
Vielleicht setzt du völlig neue Prioritäten?

Der Zukunftsforscher Matthias Horx lädt uns auf diese Weise ein, einen Sprung in die Zukunft zu wagen und von dort eine Re-gnose zu wagen, eine Rückschau, das Gegenteil einer Pro-gnose, die vom gegenwärtigen Zustand ausgeht und häufig schwarzmalerisch ausfällt. In dieser Rückschau konzentriert er sich auf die positiven Veränderungen, die durch die Krise ausgelöst wurden, im persönlichen Umfeld und in der Welt – und diese sind beachtlich!
Nachzulesen sind sie unter http://www.zukunftsinstitut.de unter dem Titel: «Der Rausch des Positiven. Die Welt nach Corona.

Ich hoffe, dass diese «Re-gnose» zutrifft und bin gespannt auf diese Veränderungen. Manches davon habt ihr sicher schon in eurem Umfeld beobachtet.

In diesem Sinne wünsche ich euch hoffnungsvolle Ostern und gute Gesundheit.

Mit herzlichem Gruss

Rosemarie

 

 

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